„Dafür bin ich überhaupt nicht anfällig“, hat eine Freundin mir neulich über das Fasten gesagt. Für mich persönlich ist die Fastenzeit nach den Faschingstagen genau das richtige. Ich trinke bis Ostern keinen Alkohol und nutze diese Zeit zur Besinnung auf das, was mir wichtig ist. Wir sind eine Gesellschaft des Überflusses. Vieles braucht man nicht – manches verstellt den Blick auf das Wesentliche.

Viele Menschen stellen in der Fastenzeit ihre Gewohnheiten in Frage – egal, ob sie auf Alkohol oder das Auto verzichten oder weniger Fleisch essen. Das finde ich gut.
Weniger gut finde ich den traditionellen Auftakt der Fastenzeit mit den politischen Aschermittwochstreffen. Hier wird gerne schonungslos an den politischen Gegner ausgeteilt. Viel lieber ist mir da der „Un!politische Aschermittwoch“ in Bischmisheim ein Ort im Grünen. Ein schöner gemeinsamer Abend für das ganze Dorf. Und ein klares Statement gegen Rechts.

Auf Politik werde ich nicht verzichten in den nächsten Wochen. Das geht auch gar nicht als verantwortlicher SPD-Kommunalpolitiker. Besinnung ist aber gut. Besinnung auf unser wesentliches Ziel – Saarbrücken nach vorn zu bringen. Und ich wünsche mir, dass alle politisch Verantwortlichen in den nächsten Tagen auch Verzicht üben. Verzicht auf persönliche Angriffe und unfaire Wahlkampftaktiererei. Das brauchen wir wirklich nicht. Ich bin guter Dinge, dass wir das hinbekommen.