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09.04.2017

Hauptstadt-SPD: Landes-Millionen für neue Sporthalle in St. Wendel "Hohn für die Saarlandhalle"

Die Saarbrücker SPD-Vorsitzende Isolde Ries hat die Förderung einer neuen Sporthalle in St. Wendel durch Innenministerium und Sportplanungskommission in Höhe von insgesamt sieben Millionen Euro scharf kritisiert:

"Selbstverständlich benötigt auch der ländliche Raum gute Sportstätten und öffentliche Einrichtungen. Wenn aber der ehemalige Bürgermeister von St. Wendel seiner Heimatstadt Millionen zuschustert, hat dies ein Geschmäckle. Hier siegt Imagepflege über Vernunft. Dieses planlose Vorgehen erinnert stark an die Zeiten, da jeder Bürgermeister ein größeres Schwimmbad als die Nachbargemeinde haben wollte.

Insbesondere müsste der Sportminister Klaus Bouillon dem Innenminister Klaus Bouillon aber mal deutlich machen, dass Saarbrücken als Sitz eines Olympiastützpunktes auch mal der Förderung bedürfe. So investiert das Land in die auch für Sportveranstaltungen gut geeignete Saarlandhalle nur das Nötigste und nimmt ihren schleichenden Attraktivitätsverlust dabei billigend in Kauf. Von fehlenden Investitionen in andere zentrale Infrastruktureinrichtungen Saarbrückens als Zentrum der Großregion wie etwa dem Congresszentrum ganz zu schweigen.

Nichts gegen Geld für St. Wendel, aber im ganzen Saarland fragen sich Kommunen, wie sie Schulen, Kitas, Sporthallen und -plätze erhalten können. Statt strukturiert an diese Aufgaben zu gehen, beackert der zuständige Minister Bouillon vielmehr seinen Vorgarten. "Diese Art der Denkmalpflege muss ein Ende haben!" Fünf Millionen gibt Klaus Bouillon und zwei Millionen die Sportplanungskommission. Bemerkenswert: Die Sportplanungskommission ist dem Innenministerium angegliedert, ihr Vorsitzender ist Staatssekretär Christian Seel, stellvertretender Vorsitzender ist Landtagspräsident Klaus Meiser. "Wenn schwarzer Filz wiehern könnte, hier täte er es."


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