Die Saarbrücker SPD-Vorsitzende Isolde Ries hat ihre Ablehnung der Pläne von Bundesverkehrsminister Dobrindt (CSU) für eine Pkw-Maut bekräftigt: „Die Maut bleibt ein bürokratisches Monstrum – das wird nicht dadurch besser, dass sie nun einen ökologischen Anstrich erhalten soll. Im Gegenteil: So wird das ganze System noch verwaltungsaufwändiger und noch unsozialer“, meint Ries.

Vor allem aber bringe die Maut erhebliche Nachteile für den Wirtschaftsstandort Saarbrücken mit sich: „Unser Einzelhandel profitiert in hohem Maße von Kunden aus Frankreich und Luxemburg – wer die Augen davor verschließen möchte, dem empfehle ich, an einem Vorweihnachtstag einfach mal durch die Bahnhofstraße zu laufen. Viele Grenzgänger werden sich künftig zweimal überlegen, ob sie – und damit ihre Kaufkraft – den Weg in unsere Landeshauptstadt auf sich nehmen. Deswegen ist die Maut Gift für unseren Handel und unser Gewerbe.“

Die SPD-Vorsitzende unterstrich zugleich, die Maut bringe nicht nur materielle Nachteile nach sich: „Wir grenzen insgesamt die grenzüberschreitende Mobilität ein. Das ist in Zeiten, wo angesichts der Probleme in der Europäischen Union gerade die offenen Grenzen für die Bürgerinnen und Bürger ein gewichtiges Argument für die europäische Idee sind, extrem schädlich. Ich denke hier auch an den wichtigen kulturellen Austausch mit unseren französischen Nachbarn“, so Ries abschließend.


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